Nahezu jeder Punkt aus Mitschrift, Buch und Folien wurde in eine Frage überführt.
A. Grundregeln der Fälltechnik
1. Welche Grundregel gilt zur Zusammenarbeit?
Nicht alleine arbeiten.
2. Welche persönliche Schutzausrüstung ist zu verwenden?
Vollständige persönliche Schutzausrüstung (PSA).
3. In welchem Zustand müssen Werkzeug und Arbeitsgeräte sein?
Sie müssen sich in gutem Zustand bzw. bestem Zustand befinden.
4. Welcher Sicherheitsabstand ist grundsätzlich zu beachten?
Mindestens 1 1/2 Baumlängen.
5. Was ist mit Straßen, Wegen und Steigen im Arbeitsbereich zu tun?
Sie sind durch die vorgeschriebenen Absperrmittel bzw. Absperrtafeln zu sichern.
6. Was gilt am Hang hinsichtlich übereinander arbeitender Personen?
Am Hang nicht übereinander arbeiten.
7. Was ist bei nebeneinander arbeitenden Personen zu beachten?
Die Einsatzstellen sind zu koordinieren.
8. Wie soll grundsätzlich gearbeitet werden?
Überlegt und ohne Hast.
9. Worauf ist beim Standplatz zu achten?
Auf einen sicheren Standplatz.
10. Wie sind die beiden Handgriffe der Motorsäge zu umfassen?
Mit geschlossenem Griff.
11. Welche Körperhaltung wird angestrebt?
Möglichst aufrechte Stellung des Oberkörpers.
12. Was gilt für die Sägekette beim Gehen?
Die Sägekette muss stillstehen; als Ausnahme nennt das Buch den Stamm zwischen Körper und Motorsägenschwert.
13. Wann ist die Kettenbremse zu aktivieren?
Wenn über die Schiene gegriffen werden muss sowie beim Überwinden von Hindernissen.
14. Wie soll die Motorsäge nach Möglichkeit abgestützt werden?
Am Stamm oder am Körper.
15. Was ist am zu fällenden Baum und seiner Umgebung vor Beginn zu tun?
Eine genaue Beurteilung des zu fällenden Baumes und seiner Umgebung.
16. Was soll bei der Bestimmung der Fällrichtung bereits berücksichtigt werden?
Günstige Arbeitsplätze für die Entastung.
17. Welche drei Maße der Fälltechnik sind besonders zu beachten?
Tiefe des Fällkerbs, Stärke der Bruchleiste und Höhe der Bruchstufe.
18. Was ist unmittelbar vor Beginn des Fällschnitts nochmals zu tun?
Den Fallbereich von mindestens 1 1/2 Baumlängen überblicken, einen gut hörbaren Warnruf abgeben und den Baum ohne unnötigen Verzug zu Fall bringen.
19. Was ist zu tun, wenn der Baum fällt?
Zurückweichen und Kronenraum sowie Stammende beobachten.
20. Welche scheinbar gegensätzlichen Regeln stehen gleichzeitig in den Unterlagen?
Grundregel: nicht alleine arbeiten. Gleichzeitig: Die Baumfällung ist grundsätzlich Einzelarbeit; der eigentliche Fällvorgang wird von einer Person ausgeführt, während andere Personen Sicherheitsfunktionen übernehmen.
B. Beurteilung der Fällungssituation
21. Wann ist die Fällungssituation zu beurteilen?
Beim Anmarsch und vor dem ersten Schnitt.
22. Welche drei Bereiche sind dabei laut Buch zu beurteilen?
Der zu fällende Baum, die Nachbarbäume und der Fällbereich.
23. Welche Frage ist zur Baumhöhe zu stellen?
Wie hoch ist der Baum?
24. Welche Frage ist zur Stammform zu stellen?
Ist der Stamm geneigt oder krumm?
25. Welche Frage ist zur Baumkrone zu stellen?
Ist die Baumkrone regelmäßig?
26. Welche Gefahren in der Krone werden ausdrücklich genannt?
Faule Äste und dürre Wipfel.
27. Was ist bei einem stark hängenden Baum zu beachten?
Laut Unterlage kann ein stark hängender Baum ohne Zuggerät oder hydraulische Fällhilfe nicht als Rückhänger gefällt werden.
28. Welche Frage ist zum Holzfaserverlauf im Stockbereich zu stellen?
Wie ist der wahrscheinliche Verlauf der Holzfaser im Stockbereich?
29. Welche Frage ist zum Holzfaserverlauf im Bruchleistenbereich zu stellen?
Verläuft die Holzfaser im Bruchleistenbereich schräg?
30. Welche Holzeigenschaft wird als baumartenabhängig abgefragt?
Ob das Holz lang- oder kurzfasrig ist.
31. Welche weitere Holzeigenschaft ist zu beurteilen?
Ob das Holz brüchig oder zäh ist.
32. Welche Frage ist zum Gesundheitszustand des Stammes zu stellen?
Ist der Stamm gesund?
33. Was ist zur Schnitttiefe zu prüfen?
Ob die Schnitttiefe für den Stockdurchmesser ausreichend ist.
34. Was ist zum Kraftstoffvorrat zu prüfen?
Ob der Tankinhalt für die gesamte Fällung reicht.
35. Welche Hindernisse im Aufschlagbereich werden genannt?
Bloche, Baumstümpfe oder Steine; außerdem ist an Abrollen bzw. Stammbruch zu denken.
36. Welche Infrastruktur ist im Fällbereich zu beachten?
Stromleitungen, Straßen, Steige usw.
37. Welche Wetter-/Umgebungsgröße ist ausdrücklich zu beurteilen?
Aus welcher Richtung und wie stark der Wind weht.
38. Was kann beurteilt werden, wenn der Fällkerb herausgeschlagen wird?
Der Holzfaserverlauf im Bruchleistenbereich.
39. Welche Beispiele zeigt die Unterlage zusätzlich zur Beurteilung?
Aufsuchen zur Beurteilung der Stockfäule, rechtzeitig tanken und Bruchholz als Gefahren-/Arbeitsbeispiel.
40. Welche Kronenmerkmale werden in Folie 9 nochmals beispielhaft genannt?
Kronenverteilung sowie mögliche Dürräste, Schiefstand und Stammfäule.
C. Sicherheitsabstand und Gefährdungsbereich
41. Zwischen welchen zwei Sicherheitsbegriffen unterscheidet das Buch?
Zwischen Sicherheitsabstand der an der Holzernte beteiligten Personen und dem Gefährdungsbereich unbeteiligter Personen.
42. Wer muss aus dem Gefährdungsbereich frei bleiben?
Personen, die nicht unmittelbar mit der Fällung und Aufarbeitung eines Baumes beschäftigt sind.
43. Wie groß ist der generelle Sicherheitsabstand bei der Baumfällung?
Mindestens 1 1/2 Baumlängen.
44. Wann ist dieser Abstand laut Buch jedenfalls einzuhalten?
Wenn seine Einhaltung möglich ist und mehrere arbeitende Personen nicht durch Hanglage oder mangelnden Sichtkontakt gefährdet werden.
45. Was entspricht im ebenen Gelände dem Sicherheitsabstand?
Der Gefährdungsbereich unbeteiligter Personen.
46. Welche zusätzlichen Gefahren sind im geneigten Gelände zu berücksichtigen?
Abrutschen oder Abrollen des Holzes sowie von Stöcken und Steinen.
47. Wie viele Warntafeln sind zur Kennzeichnung des Gefährdungsbereichs mindestens genannt?
Mindestens 2 Warntafeln.
48. Welche Wege sind abzusichern?
Alle Wege, die in den Gefährdungsbereich führen.
49. Wie kann sich der Gefährdungsbereich im Steilhang erweitern?
Je nach Gelände kann die gesamte Hangunterseite als Gefährdungsbereich anzusehen sein.
50. Welche Grafikformel zeigt Folie 6 für gleichzeitige Fällung/Aufarbeitung?
Zwischen den Arbeitsstellen mindestens 1 1/2 Baumlängen Abstand; grafisch 1 Baumlänge plus 1/2 Baumlänge.
51. Warum kann der 1,5-Baumlängen-Abstand bei Steilhängen problematisch sein?
Er ist dort laut Unterlagen nicht immer möglich bzw. nicht zweckmäßig, insbesondere wegen fehlenden Sichtkontakts und Geländegegebenheiten.
52. Wann kann eine weitere Person beim Fällen notwendig sein?
In besonderen Fällen, z. B. beim Fällen bzw. Zufallbringen.
53. Welche vier Bereiche zeigt die Grafik zum Sonderfall Serienschlägerung?
1 Schwenkbereich der Motorsäge, 2 Aufenthalt weiterer Person/en, 3 gefährlichster Bereich, 4 Gefährdungsbereich.
54. Wie groß ist Bereich 4 in dieser Grafik?
1 1/2 Baumlängen.
55. Was gilt im Sonderfall für die Reihenfolge der Fällung?
Fällung nacheinander.
56. Wann beginnt bei der Serienschlägerung die Aufarbeitung?
Erst wenn jedes Mitglied der Partie seinen Baum gefällt hat.
57. Was gilt am Hang für Fällung und Aufarbeitung, wenn es möglich ist?
In gleicher Höhe arbeiten.
58. Was gilt bei höhenversetzter Arbeit am Hang?
Ein größerer Seitenabstand ist erforderlich, damit gegenseitige Gefährdung ausgeschlossen wird.
59. Welche Seitenabstände zeigen die Hang-Skizzen als Maß?
15 m seitlich vom zentralen Arbeitsbereich.
60. Was ist bei schräger Lage der Bäume am Hang zu berücksichtigen?
Der Gefährdungsbereich verschiebt sich entsprechend der Baum-/Falllage; die Skizze zeigt weiterhin seitliche 15-m-Abstände.
D. Reduzierter Sicherheitsabstand / Serienschlägerung
61. Wie heißt der Sonderfall im Buch?
Fehlender Sichtkontakt - Serienschlägerung mit verringertem Sicherheitsabstand.
62. Wann kommt die Serienschlägerung laut Buch zur Anwendung?
Wenn auf der Schlägerungsfläche ein sicheres gleichzeitiges Arbeiten im Abstand von ca. 1 1/2 Baumlängen nicht möglich oder nicht zweckmäßig ist.
63. Welche Geländeform wird als möglicher Grund genannt?
Steilere bis sehr steile Hänge.
64. Welche Vegetationssituation wird als möglicher Grund genannt?
Sichtbehinderung durch Naturverjüngung usw.
65. Welche personelle Situation kann einen verringerten Sicherheitsabstand begründen?
Wenn die Mithilfe einer zweiten Person beim Fällen bzw. Zufallbringen notwendig ist.
66. Welcher Ausbildungsfall wird ausdrücklich genannt?
Fällung im Zuge der Ausbildung.
67. Welche Besitz-/Flächensituation wird genannt?
Schmale, kleine Waldparzellen.
68. Welche erste Voraussetzung nennt die LF-AM-VO für Arbeiten mit reduziertem Sicherheitsabstand?
Evaluierung der Gefahrensituation.
69. Welche Anforderung gilt für Unterweisung und Anordnung?
Unterweisung und ausdrückliche Anordnung durch eine Person mit den notwendigen Kenntnissen und Berufserfahrungen für die sichere Durchführung.
70. Wie ist die Unterweisung festzuhalten?
Schriftlich zu dokumentieren.
71. Welche Qualifikation sollen die Forstarbeiter haben?
Gut ausgebildete, geübte Forstarbeiter.
72. Wie sind bei der Serienschlägerung die Bäume der einzelnen Parteimitglieder auszuwählen?
So, dass bei der nachfolgenden Aufarbeitung keine Gefährdung der anderen Mitglieder durch abrollende Stämme gegeben ist.
73. Was bereitet jede Person vor Beginn der Fällung für den eigenen Baum vor?
Baum und Fluchtweg freimachen, Fällrichtung bestimmen und Fällung vorbereiten; nötigenfalls Absprache mit Arbeitskollegen.
74. Wer führt die Fällung eines Baumes in der Regel durch?
Eine Person; sie führt die Fällung im Regelfall alleine durch.
75. Wann müssen sich die anderen Mitglieder in sicherer Position befinden?
Ab Beginn der Fällung, spätestens vor Ansetzen des ersten Fällschnittes bzw. Warnruf.
76. In welchem Radius müssen sich die anderen Mitglieder dabei befinden?
Im Umkreis einer halben Baumlänge, höchstens 15 m, in sicherer Position.
77. Welche erste Sicherheitsfunktion übernehmen die anderen Mitglieder?
Überwachung der Fällung und Beobachtung der Krone des zu fällenden Baumes; Warnung des Fällers vor auftretenden Gefahren.
78. Welche Hilfe ist in Ausnahmefällen genannt?
Mithilfe bei der Fällung, z. B. beim Keilen starker Bäume oder beim Zufallbringen von Hängern.
79. Was ist bei Annäherung einer Person an den Gefährdungsbereich zu tun?
Die Fällung ist sofort zu unterbrechen.
80. Ab welchem Warnruf ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich?
Ab dem Warnruf „Baum fällt“, der vor dem ersten Fällschnitt zu geben ist.
81. Worauf richtet sich ab „Baum fällt“ die besondere Aufmerksamkeit?
Auf Kronenraum des zu fällenden Baumes, fallenden Baum und angrenzende Bäume.
82. Was dürfen Personen tun, deren Anwesenheit bei der Fällung nicht erforderlich ist?
Sie können den Gefährdungsbereich verlassen, z. B. Motorsägen-Instandsetzungsarbeiten durchführen, müssen aber den Zugang von außen absichern.
83. Wann beginnen alle gemeinsam mit den weiteren Arbeitsvorgängen?
Wenn jedes Mitglied der Partie einen Baum gefällt hat.
E. Arbeitsablauf Fällung - Folien 9-15
84. Was ist beim Anmarsch und vor dem ersten Schnitt zu tun?
Baum und Fällbereich beurteilen; Verweis auf Kapitel „Beurteilung Fällungssituation“.
85. Wo soll Werkzeug im ebenen Gelände abgelegt werden?
Seitlich rückwärts.
86. Wo soll Werkzeug am Hang abgelegt werden?
Seitlich griffbereit, jedoch nicht behindernd.
87. Was ist vor der Fällung am Arbeitsplatz zu entfernen?
Behindernde Äste, Stammteile, Sträucher und kleine Bäume.
88. Was ist bei Schnee zu tun?
Schnee entfernen oder austreten.
89. Wie ist Unterwuchs zu behandeln?
Bodennah abschneiden; keine Stolperfallen belassen.
90. Was ist mit dem Fluchtweg zu tun?
Bestimmen und vorbereiten, damit beim Fallen des Baumes gefahrloses Rückweichen möglich ist.
91. Wie ist der Fluchtweg je nach Fällsituation freizuhalten?
Genügend weit links oder rechts entgegengesetzt zur Fällrichtung freihalten und/oder freischneiden.
92. Wie groß ist der Fallbereich, der von unbeteiligten Personen frei sein muss?
Radius von mindestens 1 1/2 Baumlängen.
93. Welche zusätzliche Gefahr ist am Hang beim Räumen des Fallbereichs zu berücksichtigen?
Abrutschende oder abrollende Stämme, Bloche und Steine.
94. Warum sind genaue Fällrichtungsbestimmung und Einschätzung des Fallbereiches wichtig?
Sie verhindern Unfälle und Bruchholz und ermöglichen den weiteren Arbeitsfortschritt.
95. Welches Hilfsmittel wird für die Fällkerbanlage als hilfreich genannt?
Zollstab.
96. Welche Wurzelanläufe sollen entfernt werden?
Seitliche Wurzelanläufe.
97. Welcher Wurzelanlauf kann eventuell belassen werden?
Der hintere Wurzelanlauf.
98. Welche Reihenfolge ist beim Fällkerb/Wurzelanlauf ebenfalls möglich?
Es kann zuerst der Fällkerb gesetzt und danach können die Wurzelanläufe entfernt werden.
99. Was vermerkt die Mitschrift zum Arbeitsablauf Fällung?
Buch S. 26-28 und Folien 9-15; Fortsetzung in der nächsten Einheit.
100. Welche Einschränkung gilt für diese Aufarbeitung?
Die Buchseiten 26-28 wurden in diesem Upload nicht mitgeliefert; der Arbeitsablauf ist daher hier nur aus Folien 9-15 und der Mitschrift verarbeitet.